Die Legende der Konstanzer Seegrasgeister

Einer Legende zufolge wurde im 15. Jahrhundert ein unbekanntes Wesen am Konstanzer Seeufer gesichtet. Niemand bekam bis dato das Wesen vollkommen zu Gesicht, dass sich nur im Morgengrauen zeigte.

Nach einiger Zeit konnte man immer häufiger beobachten wie sich die Gestalt im Seegras aufhielt. Eines Tages ist das unbekannte Wesen am Rheintorturm aus dem Wasser gestiegen und hielt sich am Rande des Ufers auf.
Reisende die die Stadt über die Rheinbrücke besuchten, konnten am Ufer eine Gestalt mit grünem Gesicht, dass von Seegras umschlugen war, erkennen. Schon bald wurde dem Wesen den Namen ´´Seegrasgeist´´ gegeben, der sich unauffällig über die Stadtmauer schlich. Bei historischem Markttreiben zeigte sich der Seegrasgeist erstmals hinter der Stadtmauer.

Die Einwohner von Konstanz hatten Angst und fürchteten sich vor dem Geiste, da er ohne Worte und schleichend, mit beängstigten Blicken durch die Gassen der Stadt zog. Da der Seegrasgeist niemanden etwas böses wollte und Angst vor einer Verbannung hatte, mischte er sich an den Närrischen Tagen unter das Bunt gemischte Volk, um mit ihnen gemeinsam unerkannt zu feiern, zu singen und zu tanzen.

 

Legende geschrieben von Marc-Philipp Greis, Herold und Ratsmitglied der ´´Harlekin Konstanz´´